Wie sinnvoll ist ein Hundemantel

09.10.2012 15:04

Wärmeregulation der Haushunde


Das Haarkleid eines im Haus lebenden Hundes ist den relativ konstanten klimatischen Verhältnissen der Wohnräume angepasst. Denn da hält sich der Hund ja auch die meiste Zeit auf.

Die thermoregulatorischen Eigenschaften des Fells eines Haushundes sind bei Aufenthalt im Freien bei extremen Witterungen überfordert. Regelmäßiges Baden des Hundes nimmt dem Haar und der Haut den natürlichen Schutzfilm, welcher z.B. einem Durchnässen des Fells vorbeugt.

Die Anforderungen an die Thermoregulation werden durch die veränderten Lebensumstände zusätzlich hoch geschraubt. Hunde müssen beispielsweise öfter mal im Auto auf ihren Halter warten, der kurz mal ein paar Einkäufe erledigt.

Im Winter kühlt der Wagen dann sehr schnell aus und im Sommer heizt er sich extrem auf, was für Hunde aufgrund der Tatsache, dass sie nur durch das Abschwitzen über die Pfoten und das Hecheln ihre Körpertemperatur herunter kühlen können, lebensbedrohlich werden kann. Bei Kälte stellen sich die Haare auf, um eine dickere Isolierschicht, um den Körper zu bilden und die Muskeln beginnen zu zittern, damit durch die Muskelaktivität Körperwärme erzeugt wird. Übrigens stellen auch die Wartepausen beim winterlichen Hundetraining die Wärmeregulation des Hundes auf eine harte Probe.


Hunde mit kurzem Fell frieren bei Nässe, Wind und Kälte schnell.

Wenn sie dann auch noch keine dicke wärmeisolierende Fettschicht haben (z.B. Windhunde) können sich die Hunde unterkühlen und erkälten. Aber auch Hunde mit sehr langem Fell haben ein Problem, wenn sich das Fell durch fehlenden natürlichen Fettschutzfilm oder bei langanhaltender Beregnung mit Wasser vollsaugt und die Nässe bis auf die Haut durchdringt. Darüber hinaus ergibt sich dann beim Eintreffen in der Wohnung das nächste Problem. Der Hund muss gereinigt und getrocknet werden, bevor er das selber überall in den Räumlichkeiten tut und damit auch Nässe und Schmutz auf dem Boden, an den Wänden oder auf den Möbeln verteilt.