Pfotenpflege leicht gemacht

09.11.2012 00:00

Pfotenpflege

Die Tage werden kürzer. Die Wälder färben sich in den schönsten Herbsttönen. Nun ist es bald soweit: die ungemütliche Jahreszeit nähert sich unaufhaltsam. Es ist an der Zeit, sich auf nasses und kaltes Wetter vor zu bereiten. Dazu gehört auch, sich mit der Pfotenpflege beim geliebten Vierbeiner zu beschäftigen.

Die Pfoten des Hundes werden im Herbst und Winter besonders beansprucht. Sie haben direkten Kontakt zu matschigen, feuchten oder gar eisigen Untergründen. So schön ein winterlicher Spaziergang durch eine romantisch verschneite Landschaft auch ist und so freudig der Hund auch albern im Schnee herumtobt; die Pfoten des Hundes sind bei diesen Witterungen enormen Belastungen ausgesetzt. Feuchte, matschige Untergründe lassen die Pfotenhaut aufquellen, weich und empfindlicher werden. Eis kann unter den Pfoten brechen und mehr oder minder große Schnittverletzungen verursachen. Schnee verklumpt im Fell zwischen den Pfoten und bildet schneeballartige Gebilde, die mechanisch stören oder auch über die auf das Fell übertragene Spannung ein Ziepen an der empfindlichen Zwischenzehenhaut hervorrufen. Vielerorts wird Split oder Salz auf den Gehwegen gestreut. Streusalz ist hautreizend und ätzend. . Es trocknet die Haut aus. Die Haut wird spröde und rissig. Split zwischen den Zehen ist schmerzhaft und kann ebenfalls zu Verletzungen führen.

Hier ein paar Tipps, wie die Pfoten Ihres Hundes gut durch den Winter kommen:

·         Im Winter sollte man asphaltierte, insbesondere gestreute Wege meiden und die Spaziergänge möglichst auf pfotenfreundlicheren Wald- und Feldboden verlegen. Lassen Sie den Hund bei Eis und Schnee nicht auf unbekanntem Untergrund frei herumtoben. Unter dem Schnee könnten gefährliche Dinge lauern. Auch das Durchbrechen einer Eisschicht, z.B. bei einer Pfütze, oder wenn Regen auf eine Schneedecke gefallen ist und diese überfriert, kann das nicht nur für die Pfoten Verletzungsgefahr bedeuten. Ein Steckenbleiben aus vollem Lauf hat nicht selten Beinbrüche und Zerrungen zur Folge!

·         Bei langhaarigen Rassen sollte das Fell zwischen den Zehen vom Hundefriseur oder Tierarzt gekürzt werden, um Schneeballenbildung zu vermeiden. Wenn es doch zu Schneeballenbildung kommt sollte der Schnee beim Spaziergang, sofern möglich, direkt mit der Hand entfernt werden.

·         Die Pfoten sollten vor dem Spaziergang mit einer fettreichen Pflege wie Melkfett, Vaseline, Hirschtalg oder einer entsprechenden Schutzcreme für Pfoten eingerieben werden. Keine Pflege mit hohem Feuchtigkeitsgehalt und wenig Fett verwenden, die gefriert bei Minusgraden! Das Fett bildet dagegen auf der Haut einen Schutzfilm.

·         Nach dem Spaziergang die Pfoten gründlich mit kühlem Wasser abwaschen und auf Verletzungen untersuchen.

·         Anschließend eine Pfotenpflege auftragen. Dafür eignen sich z.B. Per Naturam Pfötchen-Creme

·         Bei Schnittwunden im Ballen umgehend den Tierarzt aufsuchen und nicht vorher desinfizieren, denn wenn die Wunde genäht werden muss darf zuvor kein Desinfektionsmittel aufgetragen worden sein. Die mit Wasser gesäuberte Pfote bei starken Blutungen verbinden. Dabei unbedingt Wattepolster zwischen die Zehen und Ballen geben. In Erste Hilfe Kursen können Sie lernen, wie man im Ernstfall Pfotenverbände macht, ggf. Blutungen stillt usw.

·         Sehr empfindliche Hundepfoten kann man mit Pfotenschutz-Schuhen schützen.

Wenn man diese Punkte berücksichtigt steht ausgedehnten Spaziergängen in der bunten Farbenpracht der Wälder oder der glitzernden „Puderzucker-Landschaf“t nichts mehr im Wege. So gut gerüstet können Hund und Mensch die schönen Seiten dieser Jahreszeiten in vollen Zügen genießen.

Bei Fragen zum Thema Pfotenpflege steht Ihnen das kompetente Team von Hund und Natur gerne beratend zur Verfügung.